Glossar
0–9
- 3D-Implantatplanung
- virtuelle Planung einer Implantation für mehr Sicherheit
- 3D-Röntgen
- dreidimensionale Bildgebung durch spezielle Röntgentechnik (DVT / Digitale Volumentomographie oder CT / Computertomographie) für die präzise Beurteilung von Hart- und Weichgewebe
A
- Alveole
- Bezeichnung für das Zahnfach, wörtlich „kleine Mulde“
- Alveolarfortsatz
- zahntragender Teil des Ober- bzw. Unterkiefers
- Abszess-Inzision
- Eröffnung eines Abszesses mittels Schnitt
- Analgosedierung
- auch „Dämmerschlaf“: medikamentöse Beruhigung bei gleichzeitiger Schmerzausschaltung – Kombination von Sedativum (Beruhigungsmittel) und Analgetikum (Schmerzmittel)
- Anthelixfalte
- Falte in der Ohrmuschel – ist sie zu gering ausgebildet oder fehlt sie ganz, steht das Ohr ab.
- Apex radicis dentis
- Wurzelspitze
- Apicale Parodontitis
- Entzündung um die Wurzelspitze
- Apikal
- in Richtung der Wurzelspitze
- Aplasie
- Nichtausbildung bzw. Nichtanlage eines Zahnes
- Atrophie
- Gewebe- oder Organschwund, Rückbildung. Im Kieferknochen meist verursacht durch mangelnde Belastung aufgrund fehlender Zähne.
- Augmentation
- Aufbau von Kieferknochen durch körpereigenes Knochenmaterial oder Ersatzmaterial.
B
- Basaliom
- Bösartige Hautkrebserkrankung, die sich aus der Basalzellschicht (innerste Zellschicht) der Haut entwickelt.
- Benigne
- gutartig
- Bisphosphonate
- Medikamente zur Knochenstabilisierung (Behandlung von Osteoporose)
- Bone Spreading / Bone Splitting
- Bone Spreading (Knochenspreizung) und Bone Splitting (Knochenspaltung): chirurgische Verfahren zum Wiederaufbau von Kieferknochen
- Botox®
- Botulinumtoxin-A (BTX), ein neurotoxisches Protein – meist in der ästhetischen Chirurgie zur Behandlung mimisch bedingter Falten oder übermäßiger Schweißproduktion
- Bruxismus
- Zähneknirschen oder -pressen; oft Ursache für CMD und Verschleiß von Zahnsubstanz und Zahnersatz
- Bukkal
- zur Backe/Wange hinweisend
C
- Chirurgische Kronenverlängerung
- minimale Abtragung des Kieferknochens bzw. Weichgewebes am oberen Rand der Alveole
- CMD
- Craniomandibuläre Dysfunktion: Funktionsstörung der Kiefergelenke, die sich durch verschiedene Symptome auch abseits des Kiefers äußern kann.
- Crestal
- vom Kieferkamm aus sowie im Bereich des Alveolarrandes
D
- Dens
- Zahn
- Desmodont
- Wurzelhaut
- Diastema
- Lücke zwischen den beiden mittleren Schneidezähnen
- Dislocation
- Lageänderung: Verschiebung oder Verdrehung einer Körperstruktur oder eines Implantats
- Distal
- nach hinten bzw. zum Ende der Zahnreihe hin; zum Rachen hin (von der Mitte weg)
- Distraktionsosteogenese
- chirurgische Behandlung zur Erhöhung des Kieferknochens
- Dorsal
- rückseitig
- DVT
- Digitale Volumentomographie (DVT); 3D-Röntgenverfahren speziell für die Kopfregion
- Dysgnathie
- Fehlentwicklung des Kiefers mit Funktionsstörungen wie falschem Zusammenbiss
E
- Endoskopie
- Untersuchung mit einem schlauchförmigen Instrument, das am Ende eine Linse/Kamera hat
- Exzisionsbiopsie
- Gewebeentnahme, bei der der verdächtige Bereich zur Untersuchung vollständig entfernt wird.
- Extraktion
- Entfernung (eines Zahnes)
F
- Fibrom
- gutartiges Geschwulst / Wucherung des Bindegewebes
- Fraktur
- Knochenbruch oder Bruch des Zahns
- Frenulum buccae
- Wangenbändchen
- Frenulum labii
- Lippenbändchen
- Frenulum linguae
- Zungenbändchen
- Funktionsdiagnostik
- Untersuchung des Zusammenspiels von Zähnen, Kiefergelenken und Kaumuskulatur
G
- Gaumennahterweiterung
- chirurgische Erweiterung des Oberkiefers in der Breite
- GBR
- Guided Bone Regeneration (gesteuerte Knochenregeneration) ist ein Knochenaufbauverfahren.
- Gingiva
- Zahnfleisch
- Glandula sublingualis
- Unterzungenspeicheldrüse
- Glandula submandibularis
- Unterkieferspeicheldrüse
- GTR
- Guided Tissue Regeneration (gesteuerte Geweberegeneration) ist ein Verfahren zur Neubildung der weichen Bestandteile des Zahnhalteapparates (Bindegewebsfasern, Weichgewebe usw.).
H
- Hämangiom
- gutartiger „Blutschwamm“ (Gefäßneubildung)
- Hemisektion
- Durchtrennung eines Backenzahnes (Molar) mit der chirurgischen Entfernung einer Zahnwurzel
- Histopathologie
- Prüfung einer Gewebeprobe auf krankhafte Veränderungen meist durch mikroskopische Untersuchung
- Hyaluronsäure
- Bestandteil des Bindegewebes und der Gelenkflüssigkeit, oft zur Unterspritzung von Falten, zur Modellierung der Lippen und zur Hautauffrischung verwendet
- Hyperdontie
- Anlage bzw. Ausbildung überzähliger Zähne
- Hypodontie
- Nichtanlage von Zähnen / angeborene Zahnunterzahl
I
- Indikation
- Grund bzw. medizinische Notwendigkeit für eine bestimmte Behandlung oder Untersuchung
- Intubationsnarkose (ITN)
- Vollnarkose, bei der dem Patienten ein Schlauch zur Beatmung in die Luftröhre eingeführt wird.
J
- Jaw Tracking
- digitale Analyse und Aufzeichnung der individuellen Kieferbewegungen
- Jochbein
- Gesichtsknochen, der die seitliche Augenhöhle bildet und das Mittelgesicht mit dem Schädel verbindet (auch Wangenbein, Backenknochen).
K
- Karzinom
- Bösartiger Tumor, der vom Epithel (Deck- und Drüsengewebe) ausgeht.
- Keramikimplantat
- Zahnimplantat aus Zirkonoxid – metallfreie Alternative zu Titanimplantat
- Kieferkamm
- knöcherner Teil des Kiefers, der die Zahnfächer (Alveolen) enthält
- Kieferklemme / Kiefersperre
- eingeschränkte Mundöffnung oder Unfähigkeit, den Mund zu schließen (oft muskulär oder gelenkbedingt)
- Knochenblock
- Knochenstück zum Wiederaufbau (Augmentation) des Kieferknochens
- Kollagen
- Eiweißbaustein (Protein) der Haut / des Bindegewebes, aber auch der Zähne und Knochen – in der Kosmetik wird Kollagen zur Minderung der Hautalterung genutzt.
- Koronal
- in Richtung Zahnkrone
- Kraniofacial
- den Schädel (= Cranium) und das Gesicht (= Facies) betreffend
L
- Labial
- die zur Lippe hingewandte Fläche der Frontzähne
- Lingual
- die Zunge betreffend, zur Zunge hin
- LKG-Spalte
- Eine LKG-Spalte (Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte) ist eine angeborene Fehlbildung von Teilen der Mundpartie.
- Lokalanästhesie
- örtliche Betäubung
M
- Malign
- bösartig
- Mandibular
- den Unterkiefer betreffend
- Maxilla
- Oberkiefer
- Melanom
- Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist ein hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen.
- Mesial
- Zur Mitte des Zahnbogens hin, nach vorne gerichtet.
- Miniimplantat
- Implantate mit geringer Größe, meist zur Fixierung von Vollprothesen, für Frontzahnimplantate oder im Rahmen kieferorthopädischer Behandlungen eingesetzt.
- Molar
- großer Backenzahn
- Mukosa
- Schleimhaut, die die Mundhöhle auskleidet.
- Myoarthropathie
- Funktionsstörung der Kaumuskulatur bzw. der Kiefergelenke
N
- Nervus mandibularis
- Unterkiefernerv
- Neoplasie
- Neubildung und Synonym für Tumor; Neoplasien können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein.
O
- Okklusal
- in Richtung Kaufläche
- Orthograd
- geradlinig (z. B. von der Zahnkrone Richtung Wurzelspitze)
- Osseointegration
- Einheilung bzw. Einwachsen des Implantats in den Kieferknochen
- Osteotomie
- Durchtrennen von Knochen
- Osteoplastik
- Nachbildung / Modellation von Knochen
- Osteosynthesematerial
- Schrauben und Platten zur operativen Zusammensetzung von Knochenbruchstücken
- Ostitis
- Entzündung des Knochengewebes
- Otopexie
- chirurgische Ohrkorrektur, „Ohranlegen“
P
- Palatinal
- den Gaumen betreffend
- Paramandibulär
- neben dem Unterkiefer
- Parodontitis
- (chronische) Entzündung des Zahnhalteapparates
- Parodontium
- Zahnhalteapparat
- Periimplantitis
- Entzündung des Gewebes rund um ein Implantat (ähnlich Parodontitis beim echten Zahn)
- Prämolar
- vorderer Backenzahn
- Progenie
- Vorstehen des Unterkiefers
- Prognathie
- Vorstehen des Oberkiefers
- Pulpa
- Zahnmark (ugs. „Zahnnerv“)
Q
- Quengelschiene
- Apparatur zur Dehnung von Gewebe oder zur Kieferöffnung bei Kieferklemme (eher selten)
- Quick-Wert
- Laborwert zur Messung der Blutgerinnung vor chirurgischen Eingriffen
R
- Radix
- Zahnwurzel
- Reimplantation
- Wiedereinsetzen eines (z. B. durch einen Unfall) verloren gegangenen Zahnes in sein Zahnfach
- Retiniert
- zurückbleibend, verblieben – z. B. Weisheitszähne im Kiefer
- Retrograd
- von der Wurzelspitze aus (z. B. Wurzelspitzenresektion)
- Rezidiv
- Wiederauftreten einer Erkrankung (z. B. einer Zyste oder eines Tumors) nach zunächst erfolgreicher Behandlung
S
- Sinus maxillaris
- Kieferhöhle
- Sinusbodenelevation
- = Sinuslift
- Sinusitis maxillaris
- Kieferhöhlenentzündung
- Sinuslift
- chirurgisches Verfahren zum Knochenaufbau im seitlichen Oberkiefer
- Socket Preservation
- Knochenaufbauverfahren direkt nach einer Zahnentfernung, um das Zahnfach zu erhalten
- Sofortimplantat
- Einsetzen eines Implantats unmittelbar im Anschluss an die Zahnentfernung in das Zahnfach (Alveole)
- Sofortversorgung
- Einfügen eines Implantats und dessen Versorgung mit festsitzendem provisorischem Zahnersatz am selben Tag
- Stand-by-Anästhesie
- Überwachung der Vitalfunktionen während der Narkose durch einen Anästhesisten
- Submukös
- unterhalb der Schleimhaut
T
- Titan
- Standardmaterial für Zahnimplantate, bekannt für seine hohe Korrosionsbeständigkeit, Stabilität und Körperverträglichkeit
- Traumatologie
- Teilbereich der Medizin, der sich mit der Diagnose und Therapie von Verletzungen und Wunden beschäftigt (z. B. Kieferbruch, Zahnverlust)
- Tumor
- Gewebewucherung, Neubildung von Gewebe (gut- oder bösartig) durch Zellvermehrung
U
- Umstellungsosteotomie
- Chirurgischer Eingriff, bei dem die Lagebeziehung von Ober- und Unterkiefer zueinander korrigiert wird.
V
- Vestibulär
- zum Mundvorhof (Lippen- oder Wangeninnenseite) gerichtete Außenfläche eines Zahns
W
- WSR (Wurzelspitzenresektion)
- chirurgische Entfernung der (entzündeten) Wurzelspitze
X
- Xenogen
- Knochenersatzmaterial, das von einer anderen Spezies stammt
Y
- Y-V-Plastik
- Hautlappenplastik zur Umverteilung der Hautspannung (Narbenkorrektur)
Z
- Zahnfleischtransplantation
- Verpflanzung von Gewebe, meist um den Rückgang (Rezession) von Zahnfleisch auszugleichen.
- Zahnkeim
- sich entwickelnder Zahn im Kieferknochen
- Zervikal
- den Zahnhals betreffend
- Zyste
- mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum im Gewebe
- Zirkonoxid
- Hochleistungskeramik für metallfreien Zahnersatz bzw. Zahnimplantate